Plane kraftvolle Seminare, die deine Teilnehmer begeistern

In diesem Artikel sprechen wir über das Geheimnis, wie man ein dynamisches Programm gestalte​t, welches Du einfach und stressfrei präsentieren kannst, während es für die Teilnehmer kraftvoll und effektiv ist.

Das Geheimnis zur Durchführung kraftvoller Seminare basiert auf dem Zauberwort PLANUNG.

Die Planung kraftvoller Programme

Mein Ziel ist es, Dich in diesem Abschnitt dazu zu ermächtigen, deine wundervollen Wünsche und Träume in die Planung kraftvoller Lehrformate zu kanalisieren, die im Leben deiner Teilnehmer oder Klienten einen echten Unterschied machen, während Du selbst gut davon leben kannst.

Viele Workshopleiter, die dynamische Programme anbieten wollen, wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen, oder sie haben große Schwachpunkte in ihrem Planungsprozess.

Heraus kommt ein Workshop, der niemals sein volles Potenzial entfaltet.

Der Unterschied zwischen Teilnehmern, die sich am Ende deines Seminars höflich bedanken und denen, die vor Begeisterung völlig aus dem Häuschen sind, besteht in der Anwendung grundlegender Planungsschritte.

Immer, wenn Du ein Seminar (oder ein anders Format) planst, beginne mit dem groben Überblick über dein Angebot. Der Programmplanungsprozess ist die Vogelperspektive auf das gesamte Ausmaß deines Projekts. Dieser Prozess ist sowohl für herkömmliche, als auch für virtuelle Programme anwendbar, unabhängig von Umfang und Länge.

Der Programmplanungsprozess besteht aus vier Schritten

Schritt 1: Wähle einen Titel

Wähle als erstes einen lösungsorientierten Titel für dein Seminar

Schritt 2: Lege die Länge deines Programmes fest

Wie lang dauert dein Seminarprogramm? (z.B. drei Tage)

Schritt 3: Lege die Anzahl der Seminarblöcke fest.

Wie viele Abschnitte soll es geben?

Wenn Du z.B. ein dreitägiges Intensivseminar planst, dann unterteile dein Gesamtseminar inhaltlich segmentiert in kürzere Seminarblöcke. Schreibe die Anzahl der Seminarblöcke auf.

Es ist unumgänglich einen Zeitplan für dein Seminar zu erstellen. Dein Supervisor, dein Techniker, dein Haus- und Küchenpersonal, deine Helfer und Freiwilligen, sie alle brauchen diesen Zeitplan um im Blick zu haben, was passiert und um zu wissen, wie und wann sie ihre unterstützenden Aufgaben erledigen müssen.

Du kannst dort auch einen Namen für jeden Seminarblock notieren, Musik, die abgespielt werden soll sowie jegliche Art von Aktivitäten oder Handouts. So weiß immer jeder genau wo Du dich in deinem Programmablauf gerade befindest und was als nächstes an der Reihe ist.

Als nächstes ist zu erwägen, wie lang jeder Seminarblock dauern soll. Du kannst für den Anfang eine Schätzung machen und später nachjustieren, wenn Dein Curriculum mehr Gestalt annimmt.

Schritt 4: Definiere das übergeordnete Lernziel deines Seminars

Nachdem nun die Logistik geklärt ist, ist, falls es Dir ernst damit ist, ein wirklich effektives Programm zu gestalten, dies der Punkt, wo es losgeht.

Ein formuliertes Lernziel ist eine Aussage, die das Verhalten beschreibt, von dem Du erwartest, das deine Teilnehmer es, als Folge deines Trainings, zeigen werden.

Das übergeordnete Lernziel ist das eigentliche Hauptlernziel deines Seminars, Workshops oder Trainings.

Das übergeordnete Lernziel ist de facto das wichtigste Lernziel deines gesamten Seminars! Mit anderen Worten, es ist das wichtigste Verhalten, von dem Du erwartest, dass es deine Teilnehmer als Resultat deines Trainings zeigen werden.

Einer der entscheidenden Fehler, der Seminarplanern häufig passiert, ist, dass sie kein konkretes, physisch demonstrierbares Verhalten als Lernziel für ihr Seminar benennen.

Wohlbefinden, Erleuchtung, Gemeinschaftserfahrung, das alles sind wunderbare Ziele… aber sie sind nicht konkret genug, um als Richtlinie für eine effektive Programmgestaltung herzuhalten.

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Warum braucht man Lernziele?

Es gibt drei Hauptgründe, warum es wichtig ist, Lernziele klar zu definieren:

  1. Deine Teilnehmer bekommen ein klares Bild davon, welchen LERNERFOLG sie von deinem Trainingsformat erwarten können, und zu welchen TÄTIGKEITEN sie anschließend in der Lage sein werden. Das steigert die Attraktivität deines Formats.
  2. Lernziele geben Dir ein klares Ziel, dass Du mit der Präsentation deiner Inhalte erreichen möchtest. Sie ermöglichen Dir zu überprüfen, ob Du noch auf dem richtigen Weg bist oder ob Du dich verlaufen hast.
  3. Lernziele erlauben Dir und deinen Teilnehmern, die Effektivität Deines Seminars zu beurteilen (und damit auch deinen Erfolg als Seminarveranstalter).

Du wirst am Ende Deiner Planung pro Seminarblock ein bis drei Lernziele identifiziert haben, aber nur ein übergeordnetes Lernziel für das gesamte Seminar.

Dieses übergeordnete Lernziel ist die Antwort auf die Frage, „Zu welcher TÄTIGKEIT möchte ich meine Teilnehmer befähigt wissen, nachdem sie mein Training absolviert haben?“

„Tätigkeit“ heißt VERHALTEN. Das übergeordnete Lernziel beschreibt das Verhalten, welches deine Teilnehmer als Resultat deines Trainings zeigen sollen.

Verwende zur Formulierung alle Arten von Lernzielen ausschließlich Verben konkreten, demonstrierbaren, aktiven Verhaltens.

Dies ist die einzige Möglichkeit, den Erfolg deines Seminars und den Lernerfolg deiner Teilnehmer, effektiv zu beurteilen. Wenn Du bezüglich des Verhaltens, das deine Teilnehmer nach deinem Training zeigen sollen, unklar bist, wirst Du es als Leiter sehr schwer haben – und deine Teilnehmer auch!

Wenn Du nicht genau weißt, wo Du hin willst, woher weißt Du dann, welcher Weg dort hinführt und woher weißt Du, wann Du angekommen bist?

Etappenlernziele führen zum übergeordneten Lernziel

Dein übergeordnetes Lernziel setzt sich zusammen aus vielen kleineren Lernzielen die in den einzelnen Seminarblöcken erreicht werden. Diese nennt man Etappenlernziele. Jeder inhaltliche Abschnitt, den Du unterrichtest, braucht ein spezifisches Lernziel, welches deine Teilnehmer Schritt für Schritt dem Erreichen des übergeordneten Lernzieles näher bringt.

Die Etappenziele sind in der Regel auch hervorragend geeignet als „Magneten“ für das geeignete Zielpublikum (z.B. via PDF, ebook, Video Kurs etc.). Sie bieten schon erfahrbare Vorteile als Ausschnitte aus dem Gesamtprogramm.

Wie man Lernziele formuliert

Zur Erinnerung: Lernziele beschreiben das Verhalten, welches deine Teilnehmer als Folge deines Trainings zeigen werden. 

Die Formulierungen deiner Lernziele sollten deshalb immer zwei Aspekten genügen: Sie sollten auf den Lernenden (Student, Teilnehmer, Klient…) fokussiert sein und klar verdeutlichen, zu welcher TÄTIGKEIT der Lernende am Ende der Lernaktivität bzw. des Trainingsprograms in der Lage sein wird,

Ein einfacher Weg sicherzustellen, dass deine Lernzielformulierung diesen Aspekten genügt, ist es, sie mit den Worten „Die Teilnehmer werden in der Lage sein…“ einzuleiten. Dann folgt eine Aussage darüber, was genau zu tun sie in der Lage sein werden, wenn sie das Ende deines Seminars bzw. eines Seminarblocks erreicht haben.

Stelle sicher, dass Du in diesen Formulierungen Verben spezifischer Aktionen verwendest, wie z.B.:
 zählen, definieren, beschreiben, zeichnen, praktizieren, vorhersagen, modifizieren, planen,  entdecken, hinterfragen, trennen, zusammenfassen, anwenden etc…

Einer der größten Fehler, den Workshopleiter bei der Formulierung von Lernzielen machen, ist, dass sie sich vager Verben bedienen. Verben wie „wissen“ oder „verstehen“ sind zu vage.

Beginne deinen Satz mit „Die Teilnehmer werden in der Lage sein…“, gefolgt von dem Objekt bzw. dem Inhalt der angestrebten Handhabungsfähigkeit und schließlich deinem Verb, welches beschreibt, was sie damit zu tun in der Lage sein werden.

Benutze diese Strategie, und es ist fast unmöglich unbrauchbare Lernziele zu formulieren.

Fazit:

Gehe schrittweise vor in der Planung deines Seminars und stelle durch die Formulierung von Lernzielen sicher, dass deine Teilnehmer auch tatsächlich erfahren/lernen, was sie brauchen und wünschen.

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